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descriptionAlte Menschen
Herzschwäche ist eine ernsthafte Erkrankung, die vor allem ab dem 60. Lebensjahr vermehrt auftritt. Bei richtiger Behandlung ist ein aktives Leben aber möglich.
descriptionAnzeige eines Blutdruckmessgeräts
Verengte Gefäße und hoher Blutdruck zwingen das Herz zu ständiger Mehrarbeit mit zu wenig Sauerstoff. Seine Muskeln werden unelastisch, die Pumpleistung sinkt.
descriptionFrau hustet
Schwäche, Atemnot und Husten (Asthma kardiale) deuten je nach Ausprägung auf eine chronische oder akute Herzinsuffizienz – die lebensgefährlich sein kann.
descriptionTabletten
Blutdruck senken, entwässern und das Herz unterstützen sind die Eckpfeiler der Therapie – mit Medikamenten wie Betablockern, Diuretika oder ACE-Hemmern.
descriptionMarkierung auf dem Fahrradweg
Bewegung, Gewicht reduzieren und die richtige Ernährung stärken das Herz. Auch moderater Sport gehört heute zur Therapie einer Herzinsuffizienz.
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Herzinsuffizienz: Wenn der Lebensmotor kraftlos wird

Herzinsuffizienz ist bei Frauen und Männern über 65 Jahren eine der häufigsten Diagnosen. In Deutschland sind mehr als eine Millionen Menschen davon betroffen. Bei der Erkrankung ist das Herz nicht mehr in der Lage, den Körper ausreichend mit Blut zu versorgen. Dabei sind die Ursachen vielfältig. Entsprechend einer Studie ist Herzinsuffizienz für rund 70 Prozent der Bevölkerung eine Folge des natürlichen Alterungsprozesses. Laut Statistischem Bundesamt sind im Jahr 2007 49.970 Menschen an einer Herzschwäche gestorben. Damit war die Herzinsuffizienz in diesem Jahr die dritthäufigste Todesursache.

Im Überblick



Herzinsuffizienz, auch Herzschwäche genannt, ist eine der häufigsten Krankheiten in den Industrienationen. Allein in Deutschland sind schätzungsweise 1,3 Millionen Menschen davon betroffen. Jährlich werden mehr als 200 000 Neuerkrankungen registriert. Herzinsuffizienz kann in jedem Alter auftreten, nimmt aber bei über 60-Jährigen deutlich zu.

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Herzinsuffizienz oft Folge von Bluthochdruck

Eine Herzinsuffizienz entsteht meist als Folge anderer Erkrankungen wie Bluthochdruck oder koronarer Herzkrankheit (KHK). Tritt sie plötzlich auf, ist schnelle Hilfe nötig, um ein Herzversagen zu verhindern. Oft entwickelt sich eine Herzinsuffizienz aber schleichend über Wochen und Monate als chronisches Leiden.
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Kraftloses Herz

Von einer Herzinsuffizienz spricht man, wenn das Herz nicht genug Kraft hat, genügend Blut durch den Körper zu pumpen. Die Organe werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, außerdem staut sich Blut vor dem Herzen, weil der große Hohlmuskel nicht mehr alles auf einmal befördern kann.
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Unterschiedliche Formen und Symptome

Je nach dem, welche Hälfte des Herzens betroffen ist, unterscheidet man die Links- und Rechtsherzinsuffizienz.

Linksherzinsuffizienz
: Bei einer linksseitigen Herzschwäche staut sich Blut und Flüssigkeit in der Lunge. Dadurch kommt es zu Atemnot. Die Symptome treten anfangs nur bei körperlicher Anstrengung, später auch im Ruhezustand auf. Organe, Muskeln und Gewebe bekommen zu wenig Sauerstoff. Eine allgemeine Leistungsminderung ist die Folge.

Rechtsherzinsuffizienz: Bei einer rechtsseitigen Herzschwäche staut sich das Blut in den Venen. Die Blutgefäße halten dem zunehmenden Druck nicht mehr stand. Es kommt zu Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme, Wassereinlagerungen). Die Knöchel schwellen an. Mit fortschreitender Krankheit findet man auch in den Unterschenkeln Wassereinlagerungen. Selbst Organe können beeinträchtigt werden. Durch Stauungen im Bauchraum kann sich beispielsweise die Leber oder die Milz vergrößern. Das führt zu Funktionseinschränkungen dieser Organe. Häufig wird der Gallenfluss behindert. Die Betroffenen leiden unter Schmerzen im rechten oberen Bauch. Weitere Symptome sind Appetitlosigkeit, Völlegefühl und Verstopfung. Die Wassereinlagerungen führen außerdem zu einer Gewichtszunahme.

Wenn beide Herzhälften gleichermaßen betroffen sind, spricht man von einer globalen Herzinsuffizienz. Diese äußert sich durch Symptome, die sowohl für die Links- als auch für die Rechtsherzinsuffizienz typisch sind.

Ein weiteres typisches Symptom einer Herzinsuffizienz ist ein vermehrter Harndrang:
Im Liegen muss das Herz weniger arbeiten. Bei bestehender Herzmuskelschwäche werden nachts die Organe besser durchblutet. Das gilt auch für die Niere. Deshalb müssen die Betroffenen nachts häufiger Wasser lassen.

Mit einer Herzinsuffizienz gehen oftmals Durchblutungsstörungen einher. Folge können Symptome wie Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Schwindel oder Benommenheit sein.

In vielen Fällen ist die Herzinsuffizienz eine chronische Erkrankung. Eine akute Form der Herzinsuffizienz kann beispielsweise nach einem Herzinfarkt auftreten. Mögliche Ursachen sind aber auch Herzrhythmusstörungen oder eine Lungenembolie.
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Mit Herzinsuffizienz leben

Die Herzinsuffizienz ist zwar weiterhin die Hauptursache für eine Einweisungen ins Krankenhaus bei über 65-Jährigen. Wer unter der Herzschwäche leidet, kann aber selbst viel dazu beitragen, seine Beschwerden zu lindern und trotz der Erkrankung ein lebenswertes Leben führen. Mit einer ausgewogenen Ernährung, geeignetem und wohldosiertem Sport und einem gesunden, nikotinfreien Lebensstil können Sie Ihr Herz kräftigen und entlasten. Mehr Tipps zum Leben mit einer Herzinsuffizienz bietet der Ratgeber an.
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Grafik: Blutstrom
© Shutterstock
Blutkörperchen transportieren lebenswichtigen Sauerstoff in jeden Körperbereich. Kann das Herz das Blut nicht mehr richtig pumpen, leiden die Organe unter Sauerstoffmangel.
Nordic Walking
© iStockphoto
Moderater Ausdauersport wie Nordic Walking kann auch einem bereits geschwächten Herzen wieder zu mehr Kraft verhelfen.