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descriptionZwei Hände
Obwohl eine typische Alterserkrankung, betrifft Parkinson auch immer öfter jüngere Menschen. Ursache ist letztendlich ein Mangel des Gehirnbotenstoffs Dopamin.
descriptionComputertomografie des Gehirns
Anfangs sind nur die Muskeln verspannt und die Hände ungeschickter. Später treten das typische Zittern auf, Haltungsänderung und Verdauungsstörungen.
descriptionHand zeichnet Figuren aufs Papier
Die Krankheit ist zwar nicht heilbar, aber Verlauf und Symptome lassen sich mildern: mit speziellen Medikamenten, Physio-, Ergo- und Sprachtherapie.
descriptionAlter Mann fasst sich an die Stirn
Im Krankheitsverlauf können sich weitere körperliche und psychische Beschwerden entwickeln – vor allem Depressionen, Demenz und sexuelle Störungen.
descriptionTelefon mit großen Tasten
Wie lässt sich der Alltag mit Parkinson besser meistern? Tipps für Patienten und ihre Angehörigen. Dazu ein Test zur Parkinson-Früherkennung und wichtige Adressen.
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Morbus Parkinson – nicht nur eine Krankheit des Alters

Rund 300.000 Menschen in Deutschland leiden an Parkinson (Schüttellähmung). Die neurologische Krankheit hat ihre Ursache in einem Dopaminmangel, der nach Absterben der Dopamin produzierenden Zellen im Gehirn auftritt. Der Botenstoff Dopamin ist dafür verantwortlich, dass die Nervenzellen in einer bestimmten Gehirnregion Informationen austauschen.

An der Parkinson-Krankheit (Schüttellähmung) leiden in Deutschland rund 300.000 Menschen. Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen. Jährlich erkranken etwa 20.000 Personen neu. Die Zahl der tatsächlich Betroffenen wird von Experten aber weit höher geschätzt. Durchschnittlich kommt die Parkinson-Krankheit bei 183 von 100.000 Einwohnern vor, ab dem 65. Lebensjahr sogar bei 713 von 100.000 Einwohnern. Typischerweise tritt die Krankheit zwischen 55 und 65 Jahren auf. Immer häufiger zeigt sie sich allerdings auch vor dem 40. Lebensjahr. Ganz selten sind Menschen unter 21 Jahren betroffen. In diesem Fall spricht man von einem juvenilen Parkinson-Syndrom.

Wir möchten für Sie den eigentlichen Morbus Parkinson, auch idiopathisches Parkinson-Syndrom genannt, darstellen. Auch andere sogenannte neurodegenerative Erkrankungen oder bestimmte Medikamente und sogar Umweltgifte können zu den parkinsontypischen Symptomen führen. Diese werden hier jedoch nicht erwähnt.
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Dopaminmangel im Gehirn

Parkinson ist eine neurologische Krankheit. Ein Mangel des Botenstoffs Dopamin im Gehirn führt dabei zu einer gestörten Signalübertragung zwischen den Nervenzellen. Um die Krankheit Morbus Parkinson zu verstehen, hilft es, die Reizübertragung im Gehirn genauer zu betrachten.

Im Gehirn gibt es Nervenzellen, die Neurone, die aus Zellkörpern und weiterleitenden Fasern bestehen. Diese Fasern sind an einer Stelle besonders lang, diesen Teil nennt man Axon. Zwischen dem Axon und dem nächsten Zellkörper gibt es eine Übertragungsstelle für die weitergeleitete Information, die Synapse. In den Nervenzellen wird bis zum Beginn der Synapse ein Signal als elektrischer Impuls übertragen. In der Lücke zwischen den Nervenzellen, dem synaptischen Spalt, können Informationen nicht einfach elektrisch weitergegeben werden. Diese Übertragung geschieht durch Botenstoffe.

Aufgrund des elektrischen Impulses am Faserende vor dem Spalt (präsynaptisch), wird der Botenstoff aus kleinen Depots freigesetzt, in denen er gespeichert ist. Er wird am anderen Ende des Spalts (postsynaptisch) von Rezeptoren wieder aufgenommen und dort erneut in ein elektrisches Signal umgewandelt und weitergegeben. So gewährleistet der Botenstoff im synaptischen Spalt die Übertragung eines elektrischen Impulses. Auf diese Weise geschieht die Übertragung von Information von Zelle zu Zelle. In verschiedenen Zentren im Gehirn, die oftmals unterschiedliche Aufgaben haben, gibt es für diesen Übertragungsvorgang verschiedene Botenstoffe.

Bei der Parkinson-Krankheit liegt ein Mangel an Dopamin vor, ein Botenstoff, der vor allem in einem bestimmten Teil des Mittelhirns vorkommt, der Substantia nigra pars compacta.
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Grafik: Synapse
© Shutterstock
Synapse: Die Übertragung der Signale im Gehirn erfolgt über die Synapsen. Im synaptischen Spalt, der Lücke zwischen den Nervenzellen, ist zur Signalübertragung ein Botenstoff notwendig.
Grafik: Chemische Struktur von Dopamin
© NEUROtiker/PublicDomain
Die chemische Strukturformel von Dopamin: Der Botenstoff gewährleistet die Übertragung von elektrischen Impulsen von Nervenzelle zu Nervenzelle.